Wandersaison 2019/2020

Wanderprogramm 2019/2020

28. Juni 2019: Oberrickenbach - Eggiligrat - Bannalpsee - Oberrickenbach

Heiss wars, geschwitzt haben wir und trotz Wärme den Schatten des Waldes und die Frische des Baches und des Bannalpsees genossen.
Der selbstgemachte Flowder in der Kreuzhütte hat uns erfrischt.

Helen Gander, Wanderleiterin

 

Oberrickenbach - Eggiligrat - Bannalpsee - Oberrickenbach

24. Mai 2019: Niederrickenbach Talstation - Hütti - Oberrickenbach

Wir marschierten bei der Talstation der Niederrickenbach Seilbahn los.
Über die Wandfluh zum Unterst und Mittelst Hütti führte uns der Weg durch saftige Wiesen und Weiden. Oben die Schneeberge, unten der Frühling und Vorsommer mit kräftigem Grün.
Weiter an der Unter Plütschgen und Brändle vorbei nach Oberrickenbach.
Leider hatte die "Post" noch Betriebsferien und so packten wir den letzten Abschnitt statt mit dem Postauto zu Fuss oder per Autostopp, um doch noch zum verdienten Trunk oder Kaffee zu gelangen.

Helen Gander, Wanderleiterin

 

Niederrickenbach Talstation - Hütti - Oberrickenbach

4. Mai 2019: Technik, Natur und Kultur zwischen Beckenried und Emmetten

Der Wetterbericht verhiess schon seit Ende April wenig Gutes für den 4. Mai, doch eine kleine Regenpause für den Samstagmorgen liess uns Hoffnung schöpfen. Neun Personen teilten diese Hoffnung, denn zum einen verlief der erste Teil der Wanderung im Regenschutz des Lehnenviadukts und zum andern sind Wanderungen bei unsicherer Wetterlage besonders reich an Naturerlebnissen.

Elsbeth Flüeler, versierte Kennerin von Nidwalden und nicht minder begabte Erzählerin, liess die Gruppe eintauchen in die Zeit, als um die Streckenführung der Nationalstrassen gerungen wurde. Jeder Ort wollte seinen Anschluss, Land mit Aussicht auf die Autobahn wurde angepriesen. Der Lehnenviadukt, mit seinen gut drei Kilometern Länge die längste Autobahnbrücke der Schweiz, ist Ingenieurskunst vom Feinsten. Für die einen ist es Schönheit der Technik, andere wären froh für jeden unterirdischen Kilometer Autobahn. Der 1998 verstorbene Beckenrieder Dichter Walter Käslin begleitete das Jahrhundertbauwerk mit kritischem Blick in seinen beiden Gedichten "Aitobaan" und "s Leenewiadukt".

Unter dem Lehnenviadukt finden sich auch Spuren der Beckenrieder Steinindustrie, die während vieler Jahrzehnte ein wichtiger Arbeitgeber war. Bei der Chell zeigen sich noch deutliche Spuren des Steinabbaus. Darunter kommen schiefrige, weiche Mergel zum Vorschein, ungünstig als Brückenfundament. Darum mussten die Stützen teils bis zu siebzig Meter tief in den Boden versenkt werden, bis ein tragfähiger Fels gefunden wurde. Schächte um die Stützen sollen verhindern, dass das rutschgefährdete Gelände die Stützen gefährden.

Am Waldrand ob Stütze 46 kreuzten wir zwei Wanderinnen mit wunderschön farbigen Frühlingsblumen aus Feld und Wald. Steil aufwärts folgten wir dem Bach, das zarte Violett des fingerblättrigen Zahnwurz leuchtete inmitten des saftigen Waldgrüns und das triefendnasse Moos bildete dazu einen hellen Kontrast. So schön kann niederschlagsreiche Natur sein. Und erst der Geruch des frisch gemähten Grases irgendwo unter dem Lehnenviadukt.

Bei der St. Annakapelle schilderte uns Elsbeth Flüeler die Entwicklung von der Hotelanlage vor hundert Jahren bis zur heutigen Wohnüberbauung. Geblieben ist nur noch die neugotische Kapelle von Wilhelm Hanauer (von ihm auch die Pfarrkirche Ennetbürgen) und ein breiter Weg in Richtung Choltalschlucht, der den Kurgästen als Promenade gedient hatte.

Kräftiger Regen begleitete uns auf diesem Wegstück, so dass die Lust aufs Picknicken unterblieb. Der Choltalbach rauschte mit voller Kraft, so dass man am liebsten der Risletenschlucht einen Besuch abgestattet hätte. Doch der nasse Abstieg schien wenig ratsam. Nach einem Besuch in der Heiligkreuz-Kapelle mit den Totentanzbildern und dem Emmetter Kirchenbezirk endete diese spannende und informative Wanderung bei der Bushaltestelle Emmetten.

Wanderleiter: Elsbeth Flüeler, Klaus Odermatt