Wandersaison 2020/2021

Wanderprogramm Juni-Juli 2020

26. Juni 2020: Silenen-Kilcherberg-Golzerensee-Legni-Bristen

Mit 21 Teilnehmenden machte sich eine grosse Gruppe bereit, mit dem Bus von Silenen ins Maderanertal zu reisen.
In Bristen machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum romantischen Alpbeizli: Legni.
Gestärkt mit Brennessel-Melissentrunk und Thymiankuchen gings weiter über den Kärstelenbach. Steil hinauf führten uns die zahlreichen Treppenstufen und zum Mittag erreichten wir das wunderbare idyllische Golzernseeli.
Es lädt zum Bade oder zum Verweilen und Geniessen.
Eine Kaffepause stärkte uns für den zweiten Teil, hoch über dem Maderanertal.
Der Höhenweg führte uns vorwiegend durch den Wald. Eine lange schwankende Seilbrücke forderte uns heraus.
Ebenso dürfte die Fahrt mit dem 4er-Bähnli von Kilcherberg zurück nach Silenen für einige ein abenteuerlicher Moment gewesen sein.
Trocken erreichten wir unsere Autos und erst nach dem Seelisbergtunnel erwartete uns der Regen. Dieser fiel in Strömen.
Ein Glück, kam er erst Jetzt.

Helen Gander, Wanderleiterin

 

Silenen-Kilcherberg-Golzerensee-Legni-Bristen

6. Juni 2020: Bergvogel-Exkursion Maria-Rickenbach-Bärenfallen-Musenalp

Am 6. Juni früh morgens trafen sich neun Teilnehmende bei der Talstation LDN zur Bergvogel-Exkursion. Dieser Anlass ist organisiert von Tourismus Maria-Rickenbach. Auch steht er fix im Jahresprogramm der IG Haubenmeise, einer ornithologischen Untergruppe von Pro Natura Unterwalden.
Wir haben jeweils das Privileg, mit einer Extra Frühfahrt um 5 Uhr das Klosterdörflein Maria-Rickenbach zu erreichen.
Vielen Dank allen Verantwortlichen der Luftseilbahn, ganz speziell Thomas Hurschler, der extra für uns früh aufgestanden ist.
Nach der offiziellen Begrüssung bei der Bergstation machten wir uns auf den Weg in Richtung Bärenfallen.
Beim Steinrütihof konnten wir die ersten Ausflüge der Mehl- und Rauchschwalben beobachten, welche ihre Nester unter dem Vordach der Remise bzw. im Viehstall haben. Immer begleitet durch den Gesang von Amsel, Singdrossel, Hausrotschwanz und drei verschiedenen Meisen-Arten schritten wir voran Richtung Alp Ahorn.
Alpweiden durchsetzt mit kleineren und grösseren Waldstrukturen, und vor allem mit zahlreichen wunderschönen alten Bergahornen, bieten einen geeigneten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.
Das Laubwerk der Bäume ist in dieser Jahreszeit schon sehr dicht. Das hat zur Folge, dass man nicht jede Vogelart mit dem Fernglas zu sehen bekommt. Auf Grund meiner 40-jährigen Beobachtungstätigkeit als Feldornithologe bin ich in der Lage, die Art auch anhand des Gesangs zu bestimmen. Zu jeder Art habe ich den Teilnehmenden ein paar Erklärungen zum Verhalten, zur Brutbiologie oder auch zum Zugverhalten versucht weiterzugeben.
Das Wichtigste für ein noch nicht so geübtes Auge ist das Aussehen der Vögel. Typische Merkmale in Farbe und Form helfen schon ein wenig weiter bei späteren eigenen Beobachtungen. Auf viele Fragen braucht es erklärende Antworten.
Bei der Alp Ahorn hörten wir zum ersten Mal diesen Morgen den Kuckuck und vernahmen zwischendurch auch den Ruf des Grünspechtes.
Etwas weiter auf dem Weg beim Marchboden beobachteten wir den typischen Balz-Flug und den Gesang des Baumpiepers.
Auf Bärenfallen legten wir eine etwas längere Pause ein. Es lohnt sich immer mal eine halbe Stunde fix vom gleichen Ort aus zu beobachten und zu lauschen. Speziell die Grat-Lage erlaubt eine gute Übersicht in Richtung Bergplanggen und auf der anderen Seite in Richtung Stutz. Zum ersten Mal heute Morgen, und für einige Teilnehmenden überhaupt konnten wir den Kuckuck nicht nur hören, sondern auch wunderschön beobachten.
Nach diesen schönen Eindrücken gings weiter Richtung Unter Musenalp.
Auf den etwas mehr als 200 Höhenmetern bis zum Gipfel beim Musenalpergrat gelangen uns viele schöne Beobachtungen von typischen Bergvogel-Arten, wie Klappergrasmücke, Hänfling, Alpenbraunelle, Heckenbraunelle, Misteldrossel, Wacholderdrossel, Zitronenzeisig und noch andere mehr.
Quasi das Grande Finale bot sich uns auf dem Musenalpergrat. Ein "Luftkampf" der gefiederten Art. Ein anhand der Gefiederfärbung 2-jähriger Steinadler, vom Alter her noch Junggeselle und umherstreifend, wurde in der Luft von einem Mäusebussard und einem Turmfalkenpaar während mehreren Minuten attackiert. Vermutlich hatte der Adler die Frechheit ins Brutrevier dieser beiden Arten einzufliegen, was diese alles andere als toll fanden.
Kurz vor dem Mittag wanderten wir zurück zum Alpbeizli Musenalp, wo wir von der Älpler-Familie Barmettler sehr freundlich empfangen wurden. Edith und Jost platzierten extra für uns Tische und Bänke etwas an den Windschatten, so dass wir ein feines Mittagessen im Freien geniessen konnten.
Als krönender Abschluss spendierte uns Edith Barmettler noch einen feinen Kaffee mit Verdünner nach Wahl. Ganz herzlicher Dank!
Nach vielen spannenden Fragen und interessanten Diskussionen wurde die Exkursion Anfang Nachmittag auf Musenalp offiziell beendet. Den Abstieg bewältigten die einen via Spycherweg, andere auf demselben Weg zurück oder mit dem Musenalpbähnli.
Fazit der Exkursion: Insgesamt 37 Vogelarten, auf Musenalp ein Murmeltier und ein Schneehase, beim Marchboden ein Eichhörnchen und vor allem neun begeisterte und zufriedene Teilnehmende!

Valentin Bütler, Exkursionsleiter

 

Bergvogel-Exkursion Maria-Rickenbach/Musenalp

Wanderprogramm Winter 2020

1. März 2020: Schneeschuh-Rundwanderung Chrüzhütte

Ein geschenkter Wintertag

Zwischen den beiden Sturmtiefs in den Nächten Sa-So und So-Mo lag ein sonntägliches Zwischenhoch über der Innerschweiz.
Und genau in diese trockene Phase passte unsere geplante Schneeschuh-Rundwanderung Chrüzhütte.
Die Schneeverhältnisse ab Alp Brändlisboden waren wie gewünscht: Genügend Altschnee und darüber 10 cm Pulver.
Zusammengefasst eine unvergesslich schöne Tour, wo das Wetter, der Schnee und die aufgestellte Gruppe wie Puzzleteile ineinander passten.

Koni Lüönd, Wanderleiter

 

Schneeschuh-Rundwanderung Chrüzhütte

Wanderprogramm März-April 2020

Wanderprogramm Januar-Februar 2020