Wandersaison 2020/2021

Wanderprogramm August-Oktober 2020

3. Oktober 2020: Europäischer Zugvogelbeobachtungstag

Am Sonntagmorgen 4. Oktober fuhren 14 Teilnehmer/innen mit einer Extrafahrt um 06.30 Uhr nach Maria Rickenbach.
Noch während der Begrüssung und Orientierung neben der Bergstation schickte uns der Waldkauz mit seinem typischen Ruf einen Willkommensgruss.
Das Wetter zeigte sich eher von der ruhigen Seite. Noch am Vortag gab es nasse Schneeflocken hinunter bis zur Bergstation. Entsprechend sah der Bleikigrat am Samstagnachmittag noch ziemlich winterlich aus. Doch am Sonntagmorgen waren die Wanderverhältnisse wieder ausgezeichnet, denn der Schnee konnte den positiven Temperaturen nicht trotzen.
Gemütlichen Schrittes wanderten wir in den werdenden Tag hinein. Schon von der Bleikialp aus genossen wir eine wunderschöne Morgenstimmung in Richtung Ächerli und Stanserhorn.
Bereits vor Erreichen des Bleikigrates auf 1'594 m konnten wir die ersten ziehenden Vogelschwärme über der Krete beobachten. Die Sicht war für unser Unternehmen sehr ideal.
Kurz vor 8 Uhr waren wir alle mit Feldstecher oder sogar Fernrohr auf unserem "Beobachtungsposten" eingerichtet.
Es ging wirklich zu und her wie vor einem Bienenhaus. Immer wieder überquerten grosse Schwärme von Buchfinken und Erlenzeisigen den Bleikigrat. Etwas später zogen auch viele Mehlschwalben, Rauchschwalben und Felsenschwalben über uns hinweg.
Gleichzeitig mit den Schwalben flogen auch einige Sperber in Richtung Südwesten, ganz nach dem Motto: Am besten fliegt man gleich mit dem Futter mit...
Bis um die Mittagszeit konnten wir insgesamt 35 Arten notieren. Natürlich sind darunter auch Arten, welche als Standvögel gelten und keinen Zug ausführen.
Besondere Freude löste bei den Teilnehmer/innen das immer wieder zu vernehmende Kullern eines Birkhahnes aus dem Gebiet Winterhalten aus.
Dieses Jahr waren die Greifvögel wieder gut vertreten. Wir konnten Mäusebussard, Turmfalke, Sperber, Rotmilan und Steinadler mit unseren Ferngläsern sehr schön beobachten.
Als absolute Sensation unter den ziehenden Greifvögeln gab es ein ausgewachsenes Männchen einer Rohrweihe auf weniger als 100 m Distanz zu bestaunen, welches zielstrebig in Richtung Ächerlipass flog. Ihr Weg ist noch lange, liegt doch das Überwinterungsgebiet viele hundert Kilometer südlich der Sahara. Mit dieser Art darf auf dem Bleikigrat nicht unbedingt in jedem Herbstzug gerechnet werden.
Ab etwa 13 Uhr flachte die Zugtätigkeit etwas ab.
Nicht viel später machten wir uns auf den Rückweg nach Maria Rickenbach.
Fazit des Tages: 14 begeisterte Teilnehmer/innen, an denen rund 3'000 Zugvögel vorbeiflogen.
Die häufigsten drei Arten, auf Rang 1: Buchfink 1'090 Exemplare; Rang 2: Erlenzeisig 850 Exemplare; Rang 3: Mehlschwalbe 150 Exemplare.
Auf der Terrasse des Pilgerhauses fachsimpelten wir noch eine Weile über das grösste "Flugmeeting Europas", das jedes Jahr stattfindet.

Valentin Bütler, Exkursionsleiter

 

Europäischer Zugvogelbeobachtungstag

12. September 2020: Mörlialp-Giswilerstock-Turren

Um 09.00 Uhr macht sich die kleine aber feine Gruppe (6 Wanderinnen, inkl. Wanderleiter) auf den Bergmandlipfad Richtung Fluonalp. Der Sandbodenwald ist mystisch. Der Morgentau liegt noch auf dem moosbedeckten Waldboden. Wir durchkehren das Giswiler-Quellgebiet Sandboden und laufen über Brosmatt (herrliche Aussicht auf das Sarneraatal) zur Fluonalp. Plötzlich unterbricht ein röhrender Hirsch die angeregten Gespräche der Gruppe. Das Kreuz des Giswilerstocks ist unser stetiger Begleiter. Der Aufstieg ist langgezogen, aber eher gemächlich. Auf der anderen Talseite zeigt sich der Ankähubel. Auch der Blick auf die Dundelegg (unser nächstes Ziel) ist grandios. Auf dem Gipfelkreuz gönnen wir uns unser wohlverdientes Mittagessen. Die Aussicht ist enorm. Das Sarneraatal, die Berner Alp und die Schrattenfluh sind erkennbar. Gestärkt steigen wir über die Fluonalp ab und steigen auf die Dundelegg. Auf dem Schmetterlingspfad zeigen sich wenige Schmetterlinge, dafür eröffnet sich die Sicht auf die Bergstation Turren und auf Schönbüel.
Nach 5.5 Stunden, knapp 27'000 Schritten und über 1'000 Höhenmetern erreichen wir die Bergstation der Turrenbahn.
Imposant zeigt sich auf der Talfahrt der türkisblaue Lungerersee. Mit dem Shuttlebus gehts zum Bahnhof Lungern, wo wir maskenverhüllt, müde und mit einmaligen Eindrücken die Heimreise antreten.

Tomas Jodar, Wanderleiter

 

Mörlialp-Giswilerstock-Turren

28./29. August 2020: Drei-Seen-Wanderung im Alpstein (Appenzell)

Drei-Seen-Wanderung im Alpstein (Appenzell)

Helen Gander, Wanderleiterin
Adrian Scheuber, Wanderleiter

 

Fotos der Wanderung

4. September 2020: Wirzweli-Arvigrat-Kernalp-Gummen-Wirzweli

Bei sonnigstem Wetter und angenehmen Temperaturen starteten wir unsere Arvigrattour. Gestärkt mit Käse von der Hinterhuismatt begannen wir den schweisstreibenden Aufstieg. Bald wurden wir mit einer fantastischer Aussicht belohnt. Rundum die tollsten Berge, weit ins Glarnerland, die Berner Alpen, Luzerner Berge und alle uns bestens bekannten Nid- und Obwaldner Gipfel. Es war ein Prachtstag.
Beim imposanten Arvigratkreuz machten wir unsere Mittagsrast und anschliessend führte uns der Weg über den Grat. Wir bevorzugten den Weg am Bach entlang und stiegen deshalb nochmals kurz auf in Richtung Kernalp.
Auf der Gummenalp genossen wir die verdiente Kaffee -und Dessertpause und wurden hier wie immer sehr freundlich bedient. Über den Wirzweligrat schlossen wir unsere Tour ab und bestaunten die geologische Schlucht oben auf dem Grat.
Glücklich kehrten wir alle zurück, gestärkt für die nächste Zeit.

Helen Gander, Wanderleiterin

 

Wirzweli-Arvigrat-Kernalp-Gummen-Wirzweli

Wanderprogramm Juli-August 2020

12. August 2020: Tomasee-Rundtour

15 Wanderfreudige treffen sich auf dem Oberalppass beim roten Leuchtturm. Er symbolisiert den Start des Rheins auf dem 1231 km langen Weg zur Nordsee.
Nach einem kurzen abfallenden Teilstück überwinden wir mit einigen Spitzkehren über steile Alpwiesen, die sich nach und nach in imposanten Felsblöcken und natürlichen Steintreppen verlieren, rund 300 m. Nach diesem ersten steilen Aufstieg leuchtet dem Wanderer auf einmal in einer Mulde am Fusse des Badus ein stiller Bergsee entgegen: Der Lai da Tuma oder Tomasee (2345 m). Grandiose Gebirgslandschaften mit Geröllfeldern und bizarren Felsformationen umgeben den Bergsee.
Der Abstecher zur Maighelshütte (2421 m) führt durch viele und ausgedehnte Feuchtgebiete. Wir sehen unzählige Bäche, Tümpel und Seen sowie Flach- und Hangmoore mit der charakteristischen Flora. Im Herbst sind die Wollgräser mit ihrem weissen Haarschopf eine besondere Zierde.
Gestärkt mit selbstgemachten Kuchen aus der Maighelshütte gehts zurück zum Ausgangspunkt auf den Oberalppass. In Andermatt gibt es noch einen feinen Coupe bei lustiger Unterhaltung mit Grégory.

Walter Brand, Wanderleiter

 

Tomasee-Rundtour

9./10. August 2020: Schwägalp-Säntis-Unterwasser

Bei schönstem Wetter fuhren wir 14 Personen mit dem ÖV nach Schwägalp. Nach Kaffee und Gipfeli starteten wir mit der Wanderung. Die meisten waren sehr sportlich - das braucht es auch für diese Wanderung. Der Himmel war wolkenlos, die Temperatur angenehm. Bald konnten wir eine längere Zeit im Schatten gehen, bis die Sonne über dem Säntis zum Vorschein kam. Beim Gasthaus Tierwis machten wir Mittagspause. Tierwis ist etwa in der Mitte vom Aufstieg zum Säntis.
Bei diesem recht schwierigen und steilen Aufstieg ist es selbstverständlich, dass nicht alle gleich schnell sind. So sieht man die Schnellsten nur von hinten. Beim Gasthaus Tierwis konnten wir dann wieder aufschliessen.
Der oberste Teil war dann wieder recht happig. Vor allem die sogenannte Himmelsleiter auf den Gipfel. Einer sagte zu mir: "Walty müssen wir da rauf?".
Im Hotel Alter Säntis wurden wir freundlich empfangen und sehr gut bedient. Nach dem Frühstück starteten wir zum Abstieg. Auch dieser oberste Teil, der "Lisengrat", hat es in sich. Da waren doch einige Wanderer, die beide Hände am durchgehenden Seil zum Sichern brauchten.
Ab dem Rotsteinpass ist der Weg gut zu begehen. Beim Älpli-Rastplatz kurz vor Unterwasser hatten wir noch genügend Zeit für eine längere Pause, da konnten wir noch die Füsse baden im Bergbach.
Der hoch gepriesene Thur-Wasserfall war leider nur ein Rinnsal.
Zum Abschluss gab es noch einen Dessert im Posthotel. Müde und zufrieden fuhren wir mit dem ÖV nach Hause.
Nicht alle Fotos sind von dieser Wanderung, einige sind vom Rekognoszieren.

Walty Küng, Wanderleiter

 

Schwägalp-Säntis-Unterwasser

19./20. Juli 2020: Brienzer Rothorn / Lungern-Schönbüel

Mit 12 sportlichen wanderlustigen Frauen und 2 Leitern fuhren wir mit dem ÖV nach Sörenberg. Da die Möglichkeit bestand, mit der Luftseilbahn aufs Brienzer Rothorn zu fahren, hatten sich schnell zwei verschiedene Gruppen gebildet.
So fuhr eine Gruppe mit der Rothornbahn aufs Rothorn.
Vorgesehen war, dass die andere Gruppe mit der Gondelbahn auf die Rossweid fährt. An der Talstation wählten die schnellen Frauen den Aufstieg schon ab Sörenberg zu Fuss.
So hatte sich noch eine 3. Gruppe gebildet. Als wir bei der Rossweid ankamen, waren die anderen gemütlich am Kaffee.
Von Blattenegg bis Chruteren war der Weg sehr steil. Dann begann das berüchtigte Lättgässli. Im obersten ca. 300 Meter langen Teilstück ist eine durgehende Treppe mit hohen Tritten. An den Felsen ist auf der ganzen Länge ein Seil zur Sicherung angebracht.
Bald erreichten wir unseren 1. Gipfel, den Schongütsch.
Zirka 20 Meter unter uns konnten wir einer Bergrettung von der Rega zusehen. Auf dem Weg, den wir dann auch noch abgestiegen waren.
Da ist man erleichtert, wenn es nicht jemanden von unserer Gruppe betrifft.
Unser 2. Gipfel war das Brienzer Rothorn.
Mit verschiedenen Ab- und Aufstiegen erreichten wir das Bergasthaus Schönbüel. Da war die erste Gruppe schon am Apero.
Da sich 14 Frauen angemeldet hatten, hatte ich einen 2. Leiter organisiert. Es hat doch einige Stellen, die recht anspruchsvoll sind. Mit Res Huser fand ich einen vorsichtigen Wanderleiter und Bergführer. Er und seine Gruppe nahmen die Luftseilbahn aufs Brienzer Rothorn.
Da viele Touristen unterwegs waren, entschloss er mit seiner Gruppe ab der Bergstation direkt aufs Rothorn zu gehen, und dafür einen Abstecher zum Eisee-Restaurant zu machen.
Im Gasthaus Schönbüel wurden wir wie Fürsten bewirtet und betreut.
Um 4.40 Uhr heisst es wieder aus den Federn. Die gleichen schnellen Frauen, die schon in Sörenberg die Gondel nicht benützt hatten, wollten den Sonnenaufgang auf dem Hoch Gumme sehen. Natürlich auf dem steilen direkten Weg.
Nach dem Frühstück gingen alle auf dem Normalweg auf den Gumme, Arnifirst und zum Mändli. Nun folgt der Abstieg über Dundelegg zum Turren.
Auf der Terrasse beim Turren-Restaurant genehmigten wir uns natürlich noch einen verdienten Kaffee.
Da 2 Frauen immer noch nicht genug hatten, gingen wir zu Dritt auf Schuster-Sohlen zum Bahnhof Lungern.

Walty Küng, Wanderleiter

 

Brienzer Rothorn / Lungern-Schönbüel

Wanderprogramm Juni-Juli 2020

4. Juli 2020: Sonnenaufgang mit Älplerzmorgä auf der Musenalp

Der heutige Sonnenaufgang auf dem Musenalplergrat, überraschend, farbenfroh und unvergesslich, Momente welche die Strapazen für den nächtlichen Aufstieges voll entschädigte.
Die Wandergruppe 48 + 4 Gleitschirmpiloten an der Zahl, altersmässig bunt durchmischt, waren beim Start um 3.00 h noch sichtlich gezeichnet.
Die teilnehmenden Gäste wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und auf den Abstand von 1.50 m gemäss den Corona-Regeln hingewiesen.
Bei der unteren Musenalp, kein Morgenrot, beim Ökonomiegebäude der Musenalp ein total bedeckter Himmel, niemand glaubte noch an den Sonnenaufgang.
Die perfekt inszenierte Überraschung dann auf dem Musenalpergrat 1775 m um 5.38 h!
Eine riesengrosse, goldene Kugel am Horizont, ein Sonnenaufgang, der nicht schöner sein konnte.
Kein Wort, ALLE waren wie versteinert, ein Sonnenaufgang der besonderen Klasse.
Auch das von der Familie Barmettler mit Liebe hergerichtete Buffet für das Älplerzmorgä liess keine Wünsche offen.
Frische, verschiedene Brote, Fleisch, Butter, Käse und Milch von den eigenen Kühen, verschiedene, selbst hergestellte Konfitüren und frische Backwaren, einfach alles, was sich ein Bergwanderer wünschen kann!
Der Sonnenaufgang 2020 auf der Musenalp, ein Erlebnis der ganz besonderen Art.
Danke der LDN für die besonderen Dienstleistungen, der ganzen Familie Barmettler Musenalp für die grosse Gastfreundschaft und dem zusätzlichen Leiter Valentin Bütler für sein spontanes Engagement. Ein grosses DANKE auch den NWW und Tourismus Maria Rickenbach, die es ermöglichen, uns Tourenleiter solche Events zu planen und durchzuführen.

Koni Lüönd, Wanderleiter

 

Sonnenaufgang mit Älplerzmorgä auf der Musenalp

1. Juli 2020: Bergfrühling auf Brüsti

16 Wanderfreudige fuhren mit der Luftseilbahn von Attinghausen aufs Brüsti. Von dort ging es zuerst hinab zur grössten Urner Privatalp Waldnacht mit dem Waldnachtersee und der kleinen Kapelle. Vor dem Aufstieg zur Eifrutt mit vielen Kehren bedurfte es einer ersten Stärkung. Ab Eifrutt ging es weiter über ein Schneefeld, dann dem Angibach entlang hinauf Richtung Surenenpass und zum Angistock. Unzählige Enziane und Soldanellen säumten den Weg.
Nach der Mittagsrast lauschten alle mit Interesse der Sage vom Greiss in Surenen. Mit der Wanderung über das Nussfruttli und Chraienhöreli zurück aufs Brüsti konnte die vielseitige Alpenflora mit Blick auf den Urnersee bewundert werden.
Auf der Restaurantterrasse neben der Bergstation wurde nach einem eindrücklichen Tag vor dem herannahenden Gewitter Abschied genommen.

Walter Brand, Wanderleiter

 

Bergfrühling auf Brüsti

26. Juni 2020: Silenen-Kilcherberg-Golzerensee-Legni-Bristen

Mit 21 Teilnehmenden machte sich eine grosse Gruppe bereit, mit dem Bus von Silenen ins Maderanertal zu reisen.
In Bristen machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum romantischen Alpbeizli: Legni.
Gestärkt mit Brennessel-Melissentrunk und Thymiankuchen gings weiter über den Kärstelenbach. Steil hinauf führten uns die zahlreichen Treppenstufen und zum Mittag erreichten wir das wunderbare idyllische Golzernseeli.
Es lädt zum Bade oder zum Verweilen und Geniessen.
Eine Kaffepause stärkte uns für den zweiten Teil, hoch über dem Maderanertal.
Der Höhenweg führte uns vorwiegend durch den Wald. Eine lange schwankende Seilbrücke forderte uns heraus.
Ebenso dürfte die Fahrt mit dem 4er-Bähnli von Kilcherberg zurück nach Silenen für einige ein abenteuerlicher Moment gewesen sein.
Trocken erreichten wir unsere Autos und erst nach dem Seelisbergtunnel erwartete uns der Regen. Dieser fiel in Strömen.
Ein Glück, kam er erst Jetzt.

Helen Gander, Wanderleiterin

 

Silenen-Kilcherberg-Golzerensee-Legni-Bristen

6. Juni 2020: Bergvogel-Exkursion Maria-Rickenbach-Bärenfallen-Musenalp

Am 6. Juni früh morgens trafen sich neun Teilnehmende bei der Talstation LDN zur Bergvogel-Exkursion. Dieser Anlass ist organisiert von Tourismus Maria-Rickenbach. Auch steht er fix im Jahresprogramm der IG Haubenmeise, einer ornithologischen Untergruppe von Pro Natura Unterwalden.
Wir haben jeweils das Privileg, mit einer Extra Frühfahrt um 5 Uhr das Klosterdörflein Maria-Rickenbach zu erreichen.
Vielen Dank allen Verantwortlichen der Luftseilbahn, ganz speziell Thomas Hurschler, der extra für uns früh aufgestanden ist.
Nach der offiziellen Begrüssung bei der Bergstation machten wir uns auf den Weg in Richtung Bärenfallen.
Beim Steinrütihof konnten wir die ersten Ausflüge der Mehl- und Rauchschwalben beobachten, welche ihre Nester unter dem Vordach der Remise bzw. im Viehstall haben. Immer begleitet durch den Gesang von Amsel, Singdrossel, Hausrotschwanz und drei verschiedenen Meisen-Arten schritten wir voran Richtung Alp Ahorn.
Alpweiden durchsetzt mit kleineren und grösseren Waldstrukturen, und vor allem mit zahlreichen wunderschönen alten Bergahornen, bieten einen geeigneten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.
Das Laubwerk der Bäume ist in dieser Jahreszeit schon sehr dicht. Das hat zur Folge, dass man nicht jede Vogelart mit dem Fernglas zu sehen bekommt. Auf Grund meiner 40-jährigen Beobachtungstätigkeit als Feldornithologe bin ich in der Lage, die Art auch anhand des Gesangs zu bestimmen. Zu jeder Art habe ich den Teilnehmenden ein paar Erklärungen zum Verhalten, zur Brutbiologie oder auch zum Zugverhalten versucht weiterzugeben.
Das Wichtigste für ein noch nicht so geübtes Auge ist das Aussehen der Vögel. Typische Merkmale in Farbe und Form helfen schon ein wenig weiter bei späteren eigenen Beobachtungen. Auf viele Fragen braucht es erklärende Antworten.
Bei der Alp Ahorn hörten wir zum ersten Mal diesen Morgen den Kuckuck und vernahmen zwischendurch auch den Ruf des Grünspechtes.
Etwas weiter auf dem Weg beim Marchboden beobachteten wir den typischen Balz-Flug und den Gesang des Baumpiepers.
Auf Bärenfallen legten wir eine etwas längere Pause ein. Es lohnt sich immer mal eine halbe Stunde fix vom gleichen Ort aus zu beobachten und zu lauschen. Speziell die Grat-Lage erlaubt eine gute Übersicht in Richtung Bergplanggen und auf der anderen Seite in Richtung Stutz. Zum ersten Mal heute Morgen, und für einige Teilnehmenden überhaupt konnten wir den Kuckuck nicht nur hören, sondern auch wunderschön beobachten.
Nach diesen schönen Eindrücken gings weiter Richtung Unter Musenalp.
Auf den etwas mehr als 200 Höhenmetern bis zum Gipfel beim Musenalpergrat gelangen uns viele schöne Beobachtungen von typischen Bergvogel-Arten, wie Klappergrasmücke, Hänfling, Alpenbraunelle, Heckenbraunelle, Misteldrossel, Wacholderdrossel, Zitronenzeisig und noch andere mehr.
Quasi das Grande Finale bot sich uns auf dem Musenalpergrat. Ein "Luftkampf" der gefiederten Art. Ein anhand der Gefiederfärbung 2-jähriger Steinadler, vom Alter her noch Junggeselle und umherstreifend, wurde in der Luft von einem Mäusebussard und einem Turmfalkenpaar während mehreren Minuten attackiert. Vermutlich hatte der Adler die Frechheit ins Brutrevier dieser beiden Arten einzufliegen, was diese alles andere als toll fanden.
Kurz vor dem Mittag wanderten wir zurück zum Alpbeizli Musenalp, wo wir von der Älpler-Familie Barmettler sehr freundlich empfangen wurden. Edith und Jost platzierten extra für uns Tische und Bänke etwas an den Windschatten, so dass wir ein feines Mittagessen im Freien geniessen konnten.
Als krönender Abschluss spendierte uns Edith Barmettler noch einen feinen Kaffee mit Verdünner nach Wahl. Ganz herzlicher Dank!
Nach vielen spannenden Fragen und interessanten Diskussionen wurde die Exkursion Anfang Nachmittag auf Musenalp offiziell beendet. Den Abstieg bewältigten die einen via Spycherweg, andere auf demselben Weg zurück oder mit dem Musenalpbähnli.
Fazit der Exkursion: Insgesamt 37 Vogelarten, auf Musenalp ein Murmeltier und ein Schneehase, beim Marchboden ein Eichhörnchen und vor allem neun begeisterte und zufriedene Teilnehmende!

Valentin Bütler, Exkursionsleiter

 

Bergvogel-Exkursion Maria-Rickenbach/Musenalp

Wanderprogramm Winter 2020

1. März 2020: Schneeschuh-Rundwanderung Chrüzhütte

Ein geschenkter Wintertag

Zwischen den beiden Sturmtiefs in den Nächten Sa-So und So-Mo lag ein sonntägliches Zwischenhoch über der Innerschweiz.
Und genau in diese trockene Phase passte unsere geplante Schneeschuh-Rundwanderung Chrüzhütte.
Die Schneeverhältnisse ab Alp Brändlisboden waren wie gewünscht: Genügend Altschnee und darüber 10 cm Pulver.
Zusammengefasst eine unvergesslich schöne Tour, wo das Wetter, der Schnee und die aufgestellte Gruppe wie Puzzleteile ineinander passten.

Koni Lüönd, Wanderleiter

 

Schneeschuh-Rundwanderung Chrüzhütte

Wanderprogramm März-April 2020

Wanderprogramm Januar-Februar 2020