Wanderclub Amstad, Meier und Konsorten

Der am 12. Oktober 2015 verstorbene Dr. jur., alt Ständerat, alt Bundesrichter Eduard Amstad aus Beckenried hat dem Verein Nidwaldner Wanderwege Aufzeichnungen von während 15 Jahren gemachten Wanderungen hinterlassen. Wir danken dem Verstrobenen posthum für sein Vermächtnis. Dieses Vermächtnis möchten wir den Mitgliedern und Freunden des Vereins Nidwaldner Wanderwege nicht vorenthalten. Wir haben aus diesem Grunde seine Aufzeichnungen als PDF-Dateien aufbereitet und stellen Ihnen diese nun zur Verfügung.

Die Protokolle beginnen mit folgendem Text:

 

"Das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern........"

Etwas vom Schönsten und Erfreulichsten, das ich seit meiner Pensionierung erleben durfte, waren die sog. Monatswanderungen. Sie begannen mit der ersten Etappe der Strada alta Valle Leventina, die Heinz Meier, unser früherer Kantons-Ingenieur, und ich im September 1989 unter die Füsse nahmen. Und endeten im April 2004 im Knonaueramt mit der 231. protokollarisch festgehaltenen Wanderung; auf dieser hatte ich Schmerzen im linken Knie verspürt, die zu einem künstlichen Kniegelenk führten (und dem bald das künstliche Gelenk des rechten Knies folgte). Das Geheimnis unseres Wandererlebnisses und -erfolgs lag in den mit Heinz Meier vereinbarten, ungeschriebenen "Club"-Bestimmungen: jeden Monat mindestens eine Wanderung, effektive Marschzeit mindestens vier Stunden (mit zu begründenden Ausnahmen), stets eine andere Wegstrecke (später vereinbarte Ausnahme: Bruder Klausen-Weg), wenn möglich Einbezug einer natur-, kultur-oder kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeit, Verpflegung aus dem Rucksack (Ausnahme: "WW" = Wiberwanderung), Diese strengen Bestimmungen brachten es mit sich, dass ich in meiner wissenschaftlich erhärteten Zusammenstellung nach 225 Wanderungen festhalten konnte: Marschzeit für die 225 Wanderungen= 1187 1/2 Stunden= 49 Tage 112 Stunden= 5 Stunden 17 Minuten je Wanderung; Wandergebiete = 17 Kantone sowie italienisches und französisches Grenzgebiet; Wanderteilnehmer (wovon leider der Club-Mitbegründer Heinz Meier, das Club-Mitglied Bruno Geiser und mehrere Clubgäste schon verstorben) = 10 Männer, 19 Frauen, 2 Hunde. Es war im Juli 1994, als wir auf der Wanderung von der Frutt über Abgschütz zum Zollhaus (am Sarnersee) im Sachsler Älggi zum Mittelpunkt der Schweiz gelangten. Auf einer Winterwanderung im Januar 2004 stiessen wir bei Kälte und Schneetreiben im Wald zwischen Ruswil und Wolhusen auf den Mittelpunkt des Kantons Luzern. Es lag auf der Hand, dass in uns die Überzeugung durchbrach: auch in Nidwalden muss der Mittelpunkt ausgezeichnet werden.
Nachdem ich seither dem Kantonsgeometer Paul Odermatt wie dem Präsidenten der Nidwaldner Wanderwege Bruno Weber mit unserm Anliegen in den Ohren gelegen bin, fühle ich mich glücklich und dankbar, anlässlich des 50 Jahr-Jubiläums der Nidwaldner Wanderwege an der Einweihung des kantonalen Mittelpunkts mit dabei sein zu dürfen!

 

Aufzeichnungen 1989 - 1991

Aufzeichnungen 1992 - 1993

Aufzeichnungen 1994 - 1995

Aufzeichnungen 1996 - 1997

Aufzeichnungen 1998 - 1999

Aufzeichnungen 2000 - 2001

Aufzeichnungen 2002 - 2004