2-Tages-Tourenbericht
Wanderbericht
Isenthal-Biwaldalp-Gitschehörelihütte-Biwaldalp Biwaldalp-Bannalper Schonegg-Chaiserstuhl
Ein gutgelaunter Postautochauffeur empfing unsere Truppe in Altdorf und kurvte uns sicher über die steilen Strassen ins Isenthal. Der Bus bis auf den letzten Platz gefüllt, hielt auch noch im Isenthaler Dorf, um noch eine weitere Gruppe einzuladen, wiederum ohne die Stimmung des Chauffeurs zu trüben.
Auch wir waren parat und motiviert und stiegen in knapp 2 Stunden zur Biwaldalp auf, wo wir herzlich empfangen wurden.
Den Rucksack etwas erleichtern und schon marschierten wir weiter über Stock und Stein auf immer alpiner werdenden Wegen. Links begleitete uns der Blick zum Sassigrat, kleiner und grosser Schlieren und vor uns präsentierten sich majestätisch der Engelberger Rotstock, Wissig, gross Rimistock, Schlossstock und natürlich auch der Chaiserstuhl, welcher am 2. Tag als Ziel geplant war.
Steiniger und steiniger wurde der Weg, und endlich erreichten wir die Gitschehörelihütte. Hier empfingen uns Anneliese und Ernst sehr herzlich. Sie zeigten uns auch ein Bild, wie weit der Gletscher in den Neunzigerjahren noch gereicht hatte. Es berührt schon und macht traurig, wenn man den Vergleich zum Stand des Gletschers von heute sehen kann.
Trotz dieser Tatsache liessen wir uns mit Kaffee und Kuchen verwöhnen.
Ein paar dunkle Wolken hinter dem Blackenstock liessen uns aber aufbrechen und so erreichten wir die Biwaldalp noch vor den ersten Regentropfen.
Maggie verwöhnte uns hier mit feinen Älplermagronen und gut verköstigt durften wir dem Regenschauspiel zusehen, welches von der Bannalp immer näher zur Biwaldalp rückte. Dankbar für die Regentropfen, welche aufs Dach prasselten und dankbar für das schützende Dach verzogen wir uns unter unsere Decken.
Das Morgenlicht war bezaubernd.
Einige «Schäfliwolken» am Himmel und die rosa erleuchteten Berge, so durften wir den neuen Tag beginnen. Mit frischem Kaffeeduft, Brot, feiner eigener Butter und Konfi und Käse, welcher auch heute morgen auf der Alp frisch zubereitet wurde, begann unser Tag.
Langsam stiegen wir hinunter, um bald beim «Bösenboden wieder aufzusteigen. Obwohl es noch recht früh war, trieb uns der steile Weg die Schweisstropfen ins Gesicht.
So freuten wir uns denn über die nette Bedienung auf der Oberalp durch «z Holzschuenis» Mädchen.
Von der Oberalp hat man einen schönen Blick auf den Urirotstock und den Oberalper Grat.
Schweiss begleitete uns auch beim weiteren Aufstieg bis zur Bannalper Schonegg.
Wir wollten es kaum glauben, dass man von da aus den Chaiser in nur 30 Minuten erreichen würde.
Tatsächlich standen wir 25 Minuten später auf dem Gipfel.
Nun folgte noch der Abstieg zur Bannalp. Einige bekannte Gebietsbegriffe, wie der Schlittkuchen, das fuile Wasser oder der Spitzmaa, gingen uns nach der gestrigen Sage durch den Kopf. Ein wohlverdienter Trunk in der Chrüzhütte, oder äbä «Cafe Bannalp», wie es neu auf « Instagram» etc heisse😉, erfrischte unsere ausgetrockneten Kehlen. Für uns wird es wohl die Chrüzhütte bleiben.
Wiederum mit den ersten Regentropfen erreichten wir die Bahn, welche uns zurück in die Zivilisation führte.
Zwei unvergessliche Tage, die Gastfreundschaft der Älpler, die wunderbare, imposante Landschaft und viele interessante Gespräche werden uns in guter Erinnerung bleiben.
Tourenleitung: Walty
Küng und Helen Gander
Tourenbericht: Helen Gander