Im Pulverschnee durchs Winterwonderland aufs Jänzi

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Wanderbericht

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Wanderberichte

Im Pulverschnee durchs Winterwonderland aufs Jänzi

Schneeschuh-Tour, 18. Februar 2026
Schneeschuh-Tour, Mi 18.02.2026

Die Tour aufs Jänzi war rasch ausgebucht. Dank der Zusage eines Co-Leiters konnten weitere Wanderfreudige berücksichtig werden.

 

Leider kam dann just auf den angesagten Tag nebst viel Neuschnee eine Wetterwarnung mit Sturm- und Orkanböen. Bei Sturmwarnung sollte man weder im Wald noch auf einem Grat unterwegs sein. Mein Angebot, die Tour um einen Tag zu verschieben, wurde freudig begrüsst. Wenn schon mal Pulverschnee angesagt ist, wollen wir den nutzen! Einige waren aber am Mittwoch bereits verplant und andere sind dann noch kurzfristig krank geworden.

 

Nach einem Kafi im Bergrestaurant Langis machten wir uns auf in Richtung Jänzi. Bei tanzenden Schneeflocken (aber windstill) legten wir die erste Spur. Wir waren überrascht, dass wir in diesem Wintermärli komplett alleine unterwegs waren. Entsprechend anstrengend war das Spuren. Ich freute mich über tatkräftige Mithilfe. Unterwegs gönnten wir uns eine Pause in einer Schutzhütte. Die Entscheidung dort war einstimmig: Wir gehen weiter bis aufs Jänzi. Da tauchte plötzlich eine grössere Gruppe auf, die aber strikte weit hinter uns bleiben wollte - für sie wäre wohl das Spuren und die Wegfindung schwierig gewesen J Bei sanftem Schneefall genossen wir die Stille. Durch Wälder und über weite Ebenen stapften wir durch den Tiefschnee und zogen schliesslich unsere Spur bis aufs Jänzi hoch.

 

Aufgrund der erheblichen Lawinengefahr 3+ führte unser Abstieg entlang der Aufstiegsroute. So umgingen wir die 2-3 heiklen Stellen, welche uns auf der Rundtour erwartet hätten (Auslaufgebiete und Hänge über 30 Grad). Ja, man kann auch bei einem «erheblich Plus» im freien Gelände unterwegs sein, aber nur, wenn man weiss, was man tut und indem man keine unnötigen Risiken eingeht. Eine defensive Routenplanung im wenig steilen Gelände, Umgehung des Triebschnees und Beachtung/Vermeidung von umliegenden Hängen sind das Rezept.

 

Auf dem Abstieg erreichte uns die angekündigte Warmfront. Der Flockenschnee ging in Schneeregen über, der Schnee wurde feucht und schwer. Unglaublich, wie sich die Verhältnisse binnen weniger Stunden änderten. Unsere sehr fitte Gruppe erreichte bald Schwändi Kaltbad und wir begossen den schönen Tag. Herzlichen Dank an die tolle Gruppe fürs Mitkommen, die gute Stimmung, das Mithelfen beim Spuren, die Stille, den Humor und das geniessen des zusammen Unterwegssein.

 

Wanderleiterin: Marina Grossrieder (mit eidg. FA)

 


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