Panorama-Schneeschuhwanderung Furggelenstock
Wanderbericht
Ein geschenkter Wintertag in den Schwyzer Bergen
Die langfristige Föhn-Wetterlage mit wärmender Sonne in den Bergen und dichter Hochnebel im Mittelland machte der noch vorhandenen Altschneedecke zu schaffen.
Doch dann genau zur
richtigen Zeit, 2 Tage vor unserer Schneeschuhwanderung kam der sehnlichst
erwartete Neuschnee und die Tour konnte durchgeführt werden.
Bei der Hinfahrt am Tag der Durchführung liegt dichter Nebel über der Autobahn.
Nach und nach lichtet sich die Nebeldecke. Mystisch und wie versilbert glitzern
im Hochmoor von Rothenthurm die mit Raureif behangenen Birken in der
Morgensonne.
Punkt 9.00 Uhr darf ich
die angemeldeten Gäste der NW Wanderwege in der warmen und heimeligen Gaststube
im Restaurant Brunnialp begrüssen.
Nach kurzer Einkehr mit Abgabe der LVS starten wir auf dem schneebedeckten
Bergweg am Fusse des grossen Mythen.
Mir ist, als wäre ich in einem Theater und der Vorhang öffnet sich. Das
Bühnenbild, der Grosse und der Kleine Mythen, von oben bis unten weiss
verzuckert, davor der tiefverschneite Bergwald und am Horizont die aufgehende Sonne
die mit ihren Strahlen die tief verschneite Winterlandschaft zum Leuchten
bringt.
Ein Bild wie aus einem Bilderbuch!
Nach knapp einer Stunde erreichen wir das erste Etappenziel, die Holzegg 1405m.
Das Panorama, hoch über dem Nebelmeer hinüber zum Bergdorf Stoos SZ und die
verschneite Urner-Bergwelt ist fantastisch.
Noch einmal durchatmen und vor uns liegt der steile Aufstieg zum 2.
Etappenziel.
Der Schweisstreibende Aufstieg zur Halbegg 1583m wird dann aber mit einem
überwältigenden Panorama belohnt. Vor uns, das Skiresort Hochybrig, der
Druesberg, der Schülberg, der Glärnisch und der Säntis im Hintergrund.
Der Weiterweg auf dem Panorama-Schneeschuhtrail zum Furggelenstock ist dann
noch das Tüpfchen auf dem i. Der
Furggelenstock 1656m Windstill, 360° Panoramablick und eitel Sonnenschein. Nach
ausgiebiger Rast kommt nun der steile Abstieg zur Fuggelenalp. Während der
Sömmerungszeit weiden hier keine Kühe, sondern die Alp ist mit einer Herde
Büffel (Muttertierhaltung) bestossen.
Beim Abstieg ins Brunni wird der Schnee immer feuchter und unsere Schneeschuhe
immer schwerer.
Alles in Allem, eine
unvergessliche Schneeschuhwanderung durch eine traumhafte Winterlandschaft und
guten Schneeverhältnissen.
Tourenleiter: Koni Lüönd