Schneeschuhwanderung auf Melchsee Frutt

65672_65a66968

Wanderbericht

3bcb1a9c-6985-41de-b91d-8e614c170bfb
Wanderberichte

Schneeschuhwanderung auf Melchsee-Frutt (SZ)

Wanderung vom 11. Februar
Schneeschuhwanderung auf Melchsee-Frutt (SZ)

Wir befinden uns z.Zt. in einer ausgeprägten Westwindströmung mit feucht-milder Atlantikluft. Die Schneefallgrenze liegt auf rund 1500m. (Stoos SZ 1313m) und für den heutigen Tourentag ist starker Schneeregen prognostiziert. Die Frage liegt auf der Hand, Absage- oder Verschiebung der Tour!
Bevor ich mich definitiv für Melchsee-Frutt (1900m) entscheide, erkundige ich mich mit einem E-Mail bei den angemeldeten Gästen ob sie gewillt wären, ein richtiger Wintertag (wie früher) mit Schneefall und Wind auf Melchsee-Frutt zu erleben.
Die bejahenden Antworten kamen postwendend. Nach erfolgter Reko übermittelte ich dann die wichtigsten Infos an unsere interessierten Gäste.
Bei der Hinfahrt dann am Tourentag, zieht eine Regenfront über Nid- und Obwalden.
Das Ganze ändert sich dann aber abrupt. Als wir beim Verlassen der Bergstation auf Melchsee-Frutt aus der Komfortzone gerissen und durch eine Westwindböe mit einer Ladung Neuschnee ins Gesicht überrascht wurden. Alle waren wach und wissen nun, was wir auf unserer heutigen Schneeschuhwanderung auch erleben werden.
Der Start zur Müllerenhütte verläuft sehr ruhig. Nach einem halbstündigen Aufstieg frischt der Westwind schlagartig auf und wir stehen mitten in einem Schneesturm.
Alle Spuren der Reko waren verweht und wir pfadeten uns durch den Neuschnee. Die Neuschneemengen sind durch die Verwehungen sehr unterschiedlich, manchmal 10, dann durch eine Wächte bis zu einem Meter und dann gleich wieder fast Schneefrei.
Nach rund 2 Stunden erreichen wir das Restaurant Tannalp. Eine wärmende und feine Suppe kam wie gewünscht. Frisch gestärkt und aufgewärmt geht’s nach der Mittagspause in Richtung Flachshubel. Der Schneefall wird intensiver und der Westwind frischt von neuem auf. Was für ein Winterbild, so wie ich es schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen habe! Die ganze Tourengruppe von Kopf bis Fuss, weiss mit angeklebten Neuschnee überzogen.
Dank guter Markierung konnten unsere Spuren sicher durch den rund 30 cm tiefen Neuschnee gezogen werden. Diese dem Wind und Schneefall ausgesetzten 90 Minuten, bleiben bestimmt ALLEN in bester Erinnerung. Die Winterlandschaft dann bei der Querung des tief verschneiten und verwehten Tannenbachs einfach unbeschreiblich schön. 

Rückblickend war es wunderschön und sehr eindrücklich, ein richtiger Wintertag bei „Wind und Wetter“ zu erleben

Tourenleiter: Koni Lüönd


Tourenbericht

Artikel wurde dem Warenkorb hinzugefügt.