Schneeschuhwanderung durch die UNESCO-Biosphäre
Wanderbericht
Mitten der riesigen
Tiefdruckzone und den etlichen eingelagerten Zwischenfronten baute sich genau
für die auf heute geplante Schneeschuhwanderung ein Zwischenhoch über dem
Alpenraum auf. Schon am Morgen bei der Anreise lösten sich die Wolkenreste nach
und nach auf.
Im schönen Restaurant Rischli, beim abgemachten Treffpunkt darf ich pünktlich
um 9 Uhr
alle angemeldeten Gäste der Nidwaldner Wanderwege zur Schneeschuhwanderung
durch die UNESCO Biosphäre herzlich willkommen heissen. Ein feiner Kaffee und
ein kurzes „sich kennenlernen“ und schon stehen wir vor dem Sportbus zur
Talstation der Rothornbahn. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Schnee wir
auf der Schattenseite Sörenberg’s vorfinden. Ein herrliches Bild, wir selber
stehen im Schatten, die ganze Rothornkette dagegen wird aber schon von der
Morgensonne beleuchtet.
Unser Schneeschuhtrail, gestern verregnet und nun über die Nacht gefroren, ist
griffig und gut begehbar. Mit diesen positiven Voraussetzungen gewinnen wir
schnell an Höhenmeter und schon ist die Alp Schlacht erreicht. Hier ein schöner
Blick auf die Sonnenseite von Sörenberg. Auf unserer Seite wunderschöne
Schneeverhältnisse, auf der gegenüberliegenden Talseite schneefreie Hänge bis
hinauf zum Nünalpstock. Kurz ab der Schlacht können unsere Schneeschuhspuren über
die Alp Steinetli, durch eine nicht begangenen Winterlandschaft gezogen werden.
Nach einem kurzen Marschhalt bei der Mittleren-Schwarzenegg geht es weiter zur
Blattenegg 1635m, dem höchsten Punkt unserer heutigen Schneeschuhtour.
Wau, was für ein Wintertag, was für ein traumhaftes Winterpanorama!
Gleich direkt vor uns, die winterliche und sagenumwobende Schrattenflue mit
Schibengütsch, Hengst und Hächlen.
Nach kurzem Abstieg erreichen wir die Alp Türnli, unser Picknick Logenplatz.
Der Rastplatz, eine einladende Alphütte mit Sitzgelegenheit für die ganze
Tourengruppe. Die Alp Türnli ist wie eine Alpenlodge, rund 50 Höhenmeter über
der UNESCO-Biosphäre die verträumt und beruhigend unter einer Weissen
Schneedecke liegt. Nur die einzelnen Langläufer die ihre Runden auf der gut
präparierten Loipe drehen, machen das Bild lebendig. Nach rund einer halben
Stunde, ab der Mittagspause erreichen wir den Aussichtspunkt Salwiden. Von hier
geht’s nun hinunter zum Restaurant Rischli wo für uns in der von der Sonne
gewärmten Gartenwirtschaft ein feiner Kaffee auf uns wartet. Hier können unsere
sportlichen Gäste im Namen der Nidwaldner Wanderwege verabschiedet werden.
Alles in Allem, eine unvergessliche Schneeschuhwanderung durch eine traumhafte Winterlandschaft und frühlingshaften Temperaturen.
Tourenleiter: Koni Lüönd