Sonnenuntergang auf der Musenalp

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Wanderbericht

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Wanderberichte

zum Sonnenuntergang auf dem Musenalpergrat

Wanderung vom 22. August 2026
Sonnenuntergang auf der Musenalp

Es gibt Tage an denen alles harmonisch zusammenfliesst.
So die Wanderung der Nidwaldner Wanderwege zum Sonnenuntergang auf dem Musenalpergrat.

Einfach unvergesslich und wunderschön!

Die nachmittäglichen Wolken lockern sich gegen Westen auf. Beim abendlichen Start können die teilnehmenden Gäste bei der Bergstation unter blauem Himmel begrüsst werden. Dank dem verregneten Vortag ist die Luft kühl und ausgewaschen mit guter Fernsicht. Die Wanderung über die Bleikialp, vorbei am weidenden Alpvieh kann richtig genossen werden. Der Aufstieg auf dem Bergweg über den Stollen (Chästrägerweg) vorbei an den bizarren, von der Abendsonne ausgeleuchteten  Felsformationen ist eindrücklich.
Eine Stunde vor dem geplanten Sonnenuntergang erwartet uns am Musenalpergrat ein unbeschreibliches Farbspetakel.
Über dem Pilatus, da wo die Sonne um 20.24 Uhr untergeht, eine dunkle schwarze Wolke und davor ein breiter und kilometerlange goldener Streifen. Der Streifen gold-gelb wie glühendes Eisen.
Das Matthorn und der Pilatus mit der dunklen Wolke sind wie ein aktiver Vulkan mit glühend speiender Lawa. Die goldenen Strahlen der sinkenden Sonne brechen wie heisse Lawa hinunter zum Alpnachersee. Das goldene Band am Horizont verwandeln den Sempachersee und nach und nach den Hallwiler- und den Baldeggersee in eine mystische Stimmung.
Planlos, wie wenn ein Lichttechniker einer Theaterbühne seine Scheinwerfer einmal nach links, dann nach rechts schweifen lässt, so sind es einmal die Mythen die rot angeleuchtet, sekundenspäter die Karstfelsen der Silberen in Silber und kurzdarauf die Schratten in wunderschöne Farbtöne verwandelt.
Es ist uns vergönnt ein Farbspetakel der ganz besonderen Art das von Minute zu Minute wechselt zu geniessen und zu erleben. Einfach wunderschön!
Mit dem Sonnenuntergang wird die Luft kühler und so freuen wir uns auf die Einkehr im Musenalper Beizli.
Hier, einmal mehr werden wir von Edith auf’s herzlichste begrüsst und willkommen geheissen. Hier auf der Musenalp erleben wir auch zu später Stunde eine gelebte Gastfreundschaft. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit lädt uns der Aelpler Jost Barmettler ein, den Betruf aus nächster Nähe mitzuerleben. Ein gelebter und wunderschöner Brauch, der unter die Haut geht. Der Betruf ist ein tief verwurzelter Brauch in der Zentralschweiz um Mensch, Vieh und die Alpen vor Unwetter und Gefahren zu schützen.
Bei der anschliessenden Nachtwanderung über Ahorn zeigt sich der leuchtende Mond und begleitet uns bis zur Bergstation der LDN.
Eine eindrückliche und wunderschöne Abendwanderung geht zu Ende. In Erinnerung bleiben das grosse Farbspetakel vor- und während des Sonnenuntergang’s die herzliche Gastfreundschaft von Edith und der von Jost vorgetragene Alpsegen der Musenalp.

Wanderleiter: Koni Lüönd


Tourenbericht

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